Herren 60 in Gunzenhausen
Verfasst am 1 Mai 2017 von Thomas Altrock
Herren 60 Bezirksklasse 1 1. FC Gunzenhausen vs. TSV Lichtenau 6:3
Besser als erwartet gestalteten die Herren 60 aus Lichtenau den Saisonauftakt in der Bezirksklasse 1, und das obwohl widrige Umstände an sich nichts Gutes erwarten ließen.
Die Lichtenauer müssen derzeit auf Radi Blach nach Knieoperation verzichten, Werner Frank fällt aus gesundheitlichen Gründen ebenso weitgehend aus und Eddi Heyder laboriert weiter an den Folgen eines Skiunfalls.
Wenigstens stand als Einzelspieler Günter Förster zur Verfügung und für das Doppel hatten die Gäste Hermann Strössner als Geheimwaffe im Gepäck.
Die Gunzenhausener griffen auf 1 und 2 auf Spieler ihrer Herren 55 Bayernligamannschaft und auf 4 auf einen Akteur der Herren 65 Bayernliga zurück.
Sie hatten wohl geahnt, dass sich die Lichtenauer nach Kräften wehren würden und zogen als weiteren Trick den gleichzeitigen Anpfiff aller 6 Einzel aus dem Hut, wodurch die mentale Vorbereitung der Lichtenau Spieler 1,3 und 5 empfindlich gestört wurde. Spass beiseite, aufgrund der schlechten Wettervorhersage entpuppte sich diese Lösung als einzig richtige.
Thomas kreuzte mit Gustav Novotny, LK 12 die Klingen. Der erfahrene höherklassige Spieler spielte einen ruhigen Ball, der gezielt die Schwachstelle von Thomas ( ja, es gibt tatsächliche eine winzige, sie soll aber nicht verraten werden, um künftigen Gegnern nicht in die Karten zu spielen) unter Druck setzte. Geduldig wartete Gustav, bis Thomas die Entscheidung suchte und dann den Ball ins Aus schlug. Nur selten konnte der Lichtenauer aktiv punkten und das 2:6/3:6 spiegelt die Kräfteverhältnisse wider.
Leo hatte auf 2 mit Wolfgang Schäfer auch einen Bayernligaspieler vor der Brust. Dieser spielte nahezu fehlerfrei, während Leo einen gebrauchten Tag hatte. Trotzdem war die Brille , die er verabfolgt bekam einfach zu deutlich. Wenigstens Ehrenpunkte hätte er sich durch seinen Einsatz verdient gehabt. Aber bestimmt verhilft Leo beim nächsten Match die spontan bei Hermann in Auftrag gegebene neue Bespannung zum Sieg.
Ali machte mit Fritz Holzmeyer im 1. Satz mit 6:2 kurzen Prozess, was sein gelegentlich über den Platz schallendes Bababa vermuten ließ. Im nächsten Durchgang machte Friedrich weniger Fehler und entschied diesen für sich. Der Supertiebreak musste entscheiden und unser Aufschlagriese Ali brachte diesen mit einem krachenden As mit 10:4 nach Hause.
Dieter Mohr hatte es mit dem kleingewachsenen aber dafür stämmigen Hans Schiller aus dem Herren 65 Bayernligateam zu tun. Dieser hatte technisch ein komplettes Rüstzeug, war erstaunlich flink auf den Beinen und gestattete Dieter lediglich aufgrund eigener Fehler einige Spielgewinne. Der Kampfgeist Dieters war über jeden Zweifel erhaben, aber am Ende hieß es 4:6/2:6 aus seiner Sicht.
Zum Glück hatte Lichtenau die Trumpfkarten diesmal auf den Plätzen 5 und 6.
Fritz machte mit Herbert Meyer kurzen Prozess. Im Handumdrehen stand es 6:2 für ihn und genauso schnell 0:4 im 2. Satz. Wie unser Linkerdotschi anschliessend 6 Spiele in Folge für sich entschied war allererste Sahne und Punkt 2 für Lichtenau.
Die Krone aber setzte G. Förster dem Ganzen auf. Nach gewonnenem 1. Satz nahm er sich eine Auszeit zur Regeneration und überließ den 2. Durchgang mit 6:1 Heiner Stryz. Der Supertiebreak war dann nichts für schwache Nerven. Ein 9:6 für Schlurf verwandelte Heiner in ein 10:9 für sich, ehe Schlurfibaby mit 2 perfekten Aufschlägen das Blatt wieder zu seinen Gunsten drehte und als Heiner letzter Ball ins Aus segelte war der Triumph unserer schultergeplagten Nummer 6 perfekt. Die Zigarre nach dem Match war ihm an diesem Tag sogar aus ärztlicher Sicht vergönnt.
Überraschend wäre jetzt sogar der Weg zum Gesamtsieg offen gestanden, wenn, ja wenn da nicht die vermaledeiten Doppel wären.
Bei der Aufstellung machte Lichtenau keine Fehler, dafür leider ein paar zu viel auf dem Court.
Leo und Ali opferten sich für das 1er Doppel und als Dank durfte sich Leo an der Seite seines Partners das 2. 0:6/0:6 an diesem Tag abholen. Wie gesagt—-ein gebrauchter Tag für Leo, aber unsere Nummer 2 wird im Laufe der Saison noch so manches Match nach Hause bringen.
Fritz und Thomas im 2er Doppel trauten ihren Augen kaum, als sie plötzlich 4:0 führten. Dann 4:4 und mit einer Energieleistung 6:4. Der 2. Satz ging verloren. Nach 5:0 im Supertiebreak, kurz darauf Matchball Gunzenhausen, 2 Ballwechsel später ein solcher für Lichtenau. Thomas servierte im Stile eines Weltklassespielers, stürmte ebenso vehement wie er aufgeschlagen hatte ans Netz, nur um den feinen Return von Hans direkt vor seinen Füßen unerreichbar aufspringen zu sehen. Damit war es um Lichtenau geschehen. 11:13 im sch….. Supertiebreak.
Da wollten sich Dieter und Hermann, der natürlich gerne sein 1. Saisonmatch gewonnen hätte, nicht lumpen lassen. Gleicher Spielverlauf, diesmal 8:8 und dann spielte Dieter unter dem Aspekt nur ja keinen Fehler zu machen 2 Bälle zu verhalten und wieder gingen die Punkte nach Gunzenhausen.
Beim Einschieben einer riesigen Schnitzelportion in Unterwurmbach war aber der Frust schon vergessen, denn es machte die frohe Kunde des Sieges der Damen 50 Bayernligatruppe in Stadtsteinach die Runde.
Und wenn es unseren Tennisdamen gut geht, dann geht es uns Männern auch gut, egal ob gewonnen oder verloren.

Noch hoffnungsfroh vor der Abreise nach Gunzenhausen am 01.05.2017