Heimspiel gegen SV Großweingarten

Verfasst am 9 Jun 2024 von Thomas Altrock

Tennis Herren Nordliga 3 TSV Lichtenau : SV Großweingarten 1:8

Auch im 3. Saisonspiel pfiff der rauhe Wind der Nordliga 3 den Kämpen der 1. Mannschaft des TSV Lichtenau unangenehm scharf ins Gesicht, was ein ernüchterndes Endergebnis von 1:8 nur unzureichend widerspiegelt.

Andy Höfner sah sich Manuel Hirsch gegenüber, einem ganz feinen Techniker mit einem Händchen zum Zungenschnalzen. Leider war der Lichtenauer durch eine Ellbogenverletzung bei Aufschlag und Rückhand gehandicaped, verkaufte sich aber trotzdem mit seinem gewohnten kämpferischen Einsatz so gut es ging. Hirsch war aber ganz einfach eine Klasse besser, weshalb Andy sich mit einem Ehrenspiel zufrieden geben musste.

Auch Chrissie Unger bekam es mit einem Klassetechniker, Christian Hirsch zu tun. Allerdings konnte unser Coach auf diesem Gebiet problemlos Paroli bieten. Leider traf er immer mal eine falsche Entscheidung, vergab dadurch gute Chancen und während sein Gegenüber Bierruhe ausstrahlte haderte Christian zu schnell wieder mit sich und seiner Performance. Nach einem 1:6 kam er trotzdem besser ins Spiel und unterlag in Satz 2 nur denkbar knapp mit 4:6.

Die Nummer 3, Marco Scheuerlein scheiterte an seinem Kopf. Theoretisch weiß er genau, was zu spielen wäre und er verfügt auch über die entsprechenden Fertigkeiten, aber anstatt den Arm intuitiv schwingen zu lassen spielte er viel zu verkopft und vergab so gegen Jörg Hofmann beim zweimal 0:6 eine besseres Ergebnis.

Ähnlich gehemmt agierte „Ballack“ Bischoff auf 4 gegen Sebastian Schätz. Dieser verfügte über keinen einzigen Winnerschlag, war aber eine lebende Ballwand. Mit stoischer Ruhe retournierte er auch die verzweifeltsten Ballattacken des Lichtenauers, spielte im passenden Moment kluge Lobs, die Markus zwar meist erlief, die ihn aber auch nervten. Lediglich wenn sich Markus traute aggressiv anzugreifen waren seine Bemühungen von Erfolg gekrönt aber wie es so ist im Tennis, der der den Ball einmal öfter über das Netz spielt gewinnt und dies war Sebastian mit 6:3 und 6:1.

Auf Position 5 musste Martin Steinmetz in seinem allerersten Punktspieleinsatz gegen Andreas Hartmann Lehrgeld bezahlen. Auch ihm gelang trotz hohem läuferischen Einsatz kein einziger Spielgewinn, insbesondere weil Schätz mit extrem hohen Bällen agierte und so Martins Fehler provozierte, wenn dieser versuchte das Spiel zu beschleunigen.

Ähnlich chancenlos war Daniel Frick, der Müller Roland aber wenigsten ein Spiel in Satz eins und im weiteren Verlauf noch zwei Spiele abringen konnte. Er lief sich die Hacken wund, gab keinen Ball verloren, ließ seine Seele auf dem Platz—alles vergebens. Ihm steht aber sicher wie Martin eine grosse Zukunft ins Haus, wenn beide weiter hart an sich arbeiten.

In den bedeutungslosen Doppeln verkauften sich alle Lichtenauer Teams besser als in den Einzeln. Andy und Ballack verloren 3:6/2:6, Marco und Chrissie 4:6/1:6 wobei beide Paarung en einen der beiden Hirschs gegen sich hatten.

Den Ehrenpunkt erkämpften der bravourös agierende Daniel an der Seite von Ralf Eberhardt. Letzterer wilderte auf seine bekannte Art am Netz, was die beiden Kontrahenten echt verunsicherte und der Lohn für den hohen Einsatz der beiden war ein 6:4/6:4.

Wichtiger als die Ergebnisse ist die Tatsache, dass alle Lichtenauer Spieler, die ja erst am Anfang ihrer Karrieren stehen, mit Feuereifer bei der Sache waren und wenn dies so bleibt werden wir sicher noch viel Freude an ihnen haben.