Auswärtsspiel gegen TF GW Fürth

Verfasst am 26 Okt 2020 von Thomas Altrock

Tennis Damen 50 Landesliga Nord Winterrunde TF GW Fürth : TSV Lichtenau 4 : 2

Gleich das 1. Spiel der Landesliga Winterrunde 2020/21 der Damen des TSV Lichtenau war an Dramatik kaum noch zu überbieten. Die Spielerinnen, Zuschauer waren aufgrund von Corona nicht erlaubt, erlebten ein wahres Wechselbad der Gefühle.
Dabei ging alles vielversprechend los.
Uta Altrock auf Position 2 setzte Monika Huhn von Beginn an mit grossem Selbstvertrauen unter Druck und gewann folgerichtig Satz 1 mit 6:1. Huhn hielt danach bis zum 4:4 im 2. Durchgang besser mit, musste dann aber nach zähmen Ringen zwei weitere Spielverluste und damit ihre Niederlage quittieren.
Einer kleinen Sensation kam der Auftritt von Julika Kronberger als Nummer 4 gleich. Sie traf als Spielerin mit der Leistungsklasse 21 auf Hildegard Schlez, eine Institution in Tenniskreisen, die obwohl sie die 70 Jahre schon lange hinter sich gelassen hat, immer noch mit einer LK von 9 firmiert. Kronberger ließ sich davon nicht beeindrucken, spielte konsequent ihre läuferische Überlegenheit aus und nahm geschickt den Druck aus dem Spiel, was Schlez überhaupt nicht behagte. Mit 6:2/6:2 feierte die Lichtenauerin einen in dieser Höhe nie erwarteten Sieg und brachte ihr Team mit 2:0 in Front.
Dann wendete sich das Blatt.
Brigitte Mohr sah im 1. Satz bei dem extrem temporeichen Spiel von Karin Krappmann im wahrsten Sinne des Wortes „kein Land“ und verlor glatt 0:6. Danach war ihr Ehrgeiz geweckt und sie biß sich immer besser ins Match. Bis zum 3:3 konnte sie die Partie im 2. Satz offen halten, ehe sich Krappmann auch hier mit 6:3 durchsetzte.
Wenig besser erging es im Spitzeneinzel Kerstin Sticha. Ehe sie sich versah, lag sie gegen Claudia Lutsch mit 0:5 im Hintertreffen, erkämpfte sich dann mit Mühe zwei Spiele, war dann aber aufgrund der gegnerischen Power und einer für sie ungewöhnlich hohen Fehlerquote beim 0:6 in Satz 2 chancenlos.
Die ganze Hoffnung der Lichtenauerinnen lag nun auf den Doppeln.
Im 2er Match versuchten sich Czech/Sticha gegen Krappmann/Volkholz. Es entwickelte sich eine Partie auf hohem Niveau, bei dem die Fürtherinnen mit kompromißlosem Netzspiel und Sticha mit präzisen Passierbällen glänzten, in den entscheidenden Phasen zogen aber immer wieder die Lichtenauerinnen den Kürzeren und verloren mit 2:6/4/6.
So kulminierte die Spannung im letzten Match des Abends, dem 1er Doppel zum Höhepunkt.
Altrock/Mohr dominierten gegen Lutsch/Schlez Satz 1 klar mit 6:3. Danach gewannen ihre Gegenüber an Sicherheit und drehten den Spieß mit dem gleichen Ergebnis um. Der Matchtiebreak war dann an Intensität nicht mehr zu überbieten.
6:3 für Fürth, dann 6:6. 9:6 für Fürth. Ausgleich mit Abwehr dreier Matchbälle zum 9:9. Dann hielt Fortuna ihre schützende Hand über das Team aus Fürth und mit einem glücklichen aber nicht unverdienten 11:9 stand auch der Gesamtsieg mit 4:2 fest.
Erst in einem Monat geht es für die Mannschaft aus Lichtenau mit einem Spiel gegen Regensburg weiter, sofern Corona keinen Strich durch die Rechnung macht.