Auswärtsspiel in Neuendettelsau
Verfasst am 13 Jul 2026 von Thomas Altrock
Tennis Herren 60 Nordliga 2 FC Heilsbronn:TSV Lichtenau 5:1
Einen ergebnistechnisch unschönen Saisonabschluss erlebten die Herren 60 des TSV in Heilsbronn. Erfreulich war aber die freundschaftliche Stimmung zwischen den Teams, den man kannte sich zum größten Teil gut. So wurde gespasst, man unterhielt sich über dies und das und zum Abschluss gab es reichlich Schaschlicktopf gekocht von Firma Kupfer.
Zur Begrüßung teilte Interimsmannschaftsführer Reinhold Sauber den Lichtenauern mit, dass es nicht gelungen sei Spieler der Herren 60 für die Matches zu begeistern. Einzig Franz Weeger hielt die Fahne hoch, der bis dato noch kein Punktspiel bestritten hatte. So wurde das Team mit mehreren Spielern der Herren 65 Landeligatruppe aufgefüllt, was die Erfolgsaussichten der Lichtenauer naturgemäß schmälerte.
Los ging es mit Leo gegen seinen alten Kumpel Werner Laufer. Beide nicht mehr ganz taufrisch ließen sich dies aber nicht anmerken und schenkten sich bei morgens schon hohen Temperaturen nichts. Etwas laufstärker und präziser im Schlag präsentierte sich der Heilsbronner „Youngster“ und obwohl Leo mit tollen Rückhandslicebällen ein ums andere Mal punktete, musste er ein 2:6/2:6 quittieren.
Derweil entwickelte sich auf Rang 4 ein episches Match zwischen Franz Weeger und Erwin, das sich fast 165 Minuten hinzog. Franz hatte Probleme mit Erwins hohen Bällen, selbiger schuf sich oftmals selbst Probleme, weil er den letzten Schritt oft scheute und Bälle aus der Luft spielte anstatt sie springen zu lassen. Teilweise erzeugte dies einen Überraschungseffekt, ging aber leider auch oft daneben. So war das Spiel komplett ausgeglichen. 6:4 für Franz. Erwin fightete verbissen zurück und erzwang mit einem hart umkämpften 7:6 in Satz 2 den Matchtiebreak. Hier war es wahrscheinlich der Heimvorteil, denn anstatt eines an sich gerechten Unentschiedens, das es im Tennis halt leider nicht gibt, stand es am Ende 10:8 für den Glücklicheren namens Franz.
Thomas durfte gegen den zwar gleichaltrigen, technisch aber wesentlich besseren Günther Rothenbuch von den Herren 65 ran. Der lange Schlaks wirkte auf dem Platz fast teilnahms- und lustlos, machte nie den Eindruck sich irgendwie anstrengen zu müssen, aber knallte Thomas eine Vorhand nach der anderen direkt vor die Linie oder setzte Stopps Zentimeter hinters Netz. Thomas versuchte es ,den Kontrahenten weitgehend auf der Rückhand zu halten, war am Ende aber nur noch bestrebt die drohenden Donuts und die damit verbundene Strafzahlung in Höhe von 2.50 Euro abzuwenden. Dies gelang ihm in beiden Sätzen und er musste mit dem 2:6/2:6 zufrieden sein.
Einziger Lichtblick im Team war einmal mehr der über allen schwebende Holger. Wie er den wirklich technisch starken und läuferisch überzeugenden Reinhold Sauber im Expresstempo 6:0/6:0 abfieselte, war allererste Sahne und unterstreicht Holgers derzeit bestechende Form. So konnte er sich mit einer überragenden 7:0 Saisonbilanz in den Einzeln in die verdiente Sommerpause verabschieden.
Im Doppel schwanden dann Leos Kräfte etwas und Holgers Konzentration ließ auch nach, so dass Werner und Günther ein problemloses 6:2/6:4 nach Hause spielen konnten.
Erwin verzichtet zugunsten von Fritz aufs Doppel. Im Gespann mit Thomas hatte er das zweifelhafte Vergnügen mit Herbert Bauer und Harald Stützer auf zwei frisch eingetroffene Verstärkungen zu treffen, die sichtlich Spass daran hatten zwei ältere Männer wie Hühner über den Platz zu scheuchen. Trotz allen guten Willens und der ihnen eigenen Einsatzfreudigkeit gelang den Lichtenauern in jedem Satz nur ein Achtungserfolg. Ergebnis: 2:6/1:6.